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2019 / Integrated mobility technologies

Gemeinsam für eine erfolgreiche Zukunft

    PSW hat sich seit der Gründung massiv weiterentwickelt: vom Drei-Mann Betrieb zum Generalentwickler, der ganze Fahrzeuge entwickelt. Während dieser Zeit hat das Unternehmen schon viele Herausforderungen gemeistert und wir werden auch den aktuellen Umbruch nutzen, um daran zu wachsen.

    Andreas Fidorra Geschäftsführung Entwicklung
    Im Dialog mit (v.l.n.r.) Claus Burghausen, Silvio Schindler und Andreas Fidorra

    Werfen wir einen kurzen Blick zurück. Das Geschäftsjahr 2018 war sehr erfolgreich für PSW. Was war dafür entscheidend?

    Silvio Schindler: Ganz klar die Leistung der gesamten PSW-Mannschaft. Wir haben vergangenes Jahr viele zukunftsweisende Themen auf den Weg gebracht. Das ist uns durch den herausragenden Einsatz aller PSWler gelungen. Dadurch haben wir 2018 das umsatzstärkste Geschäftsjahr in der Geschichte von PSW erzielt. Das Ergebnis eines Audits des TÜV Süd hat uns Anfang des Jahres darin bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der TÜV hat uns bestätigt, dass wir für den Geltungsbereich ‚Generalentwickler für gesamtheitliche Modul- und Derivateentwicklung im Automobilbereich‘ ein effizientes Qualitätsmanagementsystem eingeführt haben. Insbesondere die Bereiche Strategie, Innovation und Projektmanagement wurden positiv hervorgehoben.


    Angesichts des technologischen Wandels werden wir gestützt auf unsere Stärken im Engineering unser zukunftsweisendes Leistungsportfolio weiter ausbauen: Simulation, Fahrzeugsicherheit und Elektrik/Elektronik sind wichtige Kompetenzfelder.

    Silvio Schindler Vorsitzender der Geschäftsführung
    Geschäftsführer-Interview

    Integrale Sicherheit

    Vision Zero ist unser Antrieb: Wir stehen für die vollumfängliche Entwicklung von Fahrzeugsicherheitssystemen und leisten damit unseren Beitrag, Straßen und Verkehrsmittel so sicher zu gestalten, dass niemand mehr zu Schaden kommt. Verlässliche Sicherheitssysteme sind der Schlüssel zu dieser V...

    Schauen wir voraus. Was sind Ihre Erwartungen für das verbleibende Jahr 2019?

    Silvio Schindler: 2019 bleibt spannend. Die OEMs stehen vor großen Herausforderungen. Sie benötigen einen Großteil ihrer Kapazitäten, um die zunehmende Vielfalt an Themen und die hohe Komplexität in der Entwicklung zu bewältigen. Aber das eröffnet uns auch neue Chancen, weil OEMs ganze Fahrzeugderivate vergeben. Das beste Beispiel dafür ist ein kommender Elektrosportwagen von Audi, bei dessen Entwicklung wir maßgeblich beteiligt sind. Es ist das größte Projekt der Firmengeschichte, bei dem alle Abteilungen von PSW gefordert sind und die Kollegen machen einen super Job. Indem wir diesen Elektrosportwagen mit zukunftsweisenden Technologien mitentwickeln, bauen wir unsere eigenen Kompetenzen weiter aus.

    Des Weiteren ist Nachhaltigkeit ein Thema, das die Politik und Gesellschaft sehr bewegt. Und da leisten wir unseren Beitrag: vor kurzem hat Audi die Beauftragung im h-tron Projekt ausgebaut. Der h-tron ist das Konzeptfahrzeug von Audi zur Entwicklung des Brennstoffzellenantriebs. Im Rahmen der Beauftragung unterstützen wir mit unserer Integrationskompetenz, um ihn in Serie zu bringen. Neben der erfolgreichen Gestaltung unserer Projekte, spielt auch das Thema Kompetenzaufbau eine wichtige Rolle. Angesichts des technologischen Wandels werden wir gestützt auf unsere Stärken im Engineering unser zukunftsweisendes Leistungsportfolio weiter ausbauen: Simulation, Fahrzeugsicherheit und Elektrik/Elektronik sind wichtige Kompetenzfelder.

    Technologischer Wandel, hohe Komplexität: Es sind bewegte Zeiten. Was gibt in so einem Umfeld Sicherheit?

    Silvio Schindler: In so einem volatilen Umfeld ist es wichtig zu wissen, wohin die Reise geht und wofür man steht – und das wissen wir. Die Vision unserer Unternehmensstrategie PSW2025 ist klar: „Wir sind führender Entwicklungspartner für die Mobilität der Zukunft.“

    Unsere Unternehmensstrategie haben wir dieses Jahr durch eine Markenstrategie ergänzt. Damit haben wir der „Marke PSW“ ein klares und unverwechselbares Profil gegeben, womit wir unseren Anspruch eines innovativen Engineering-Partners im Markt weiter stärken. Die Markenstrategie bringt unsere Haltung und unser Angebot auf den Punkt: Wir machen aus den Mobilitätsvisionen unserer Kunden Wirklichkeit, indem wir neue Maßstäbe für integrierte Mobilitätstechnologien setzen.

    Unsere Unternehmens- & Markenstrategie
    Mehr erfahren

    Die gesamte Automobilbranche befindet sich im größten Umbruch ihrer Geschichte. Welche Antwort hat PSW auf die damit einhergehenden Herausforderungen?

    Andreas Fidorra: PSW hat sich seit der Gründung massiv weiterentwickelt: vom Drei-Mann Betrieb zum Generalentwickler, der ganze Fahrzeuge entwickelt. Während dieser Zeit hat das Unternehmen schon viele Herausforderungen gemeistert und wir werden auch den aktuellen Umbruch nutzen, um daran zu wachsen. Wir besitzen ein umfassendes Knowhow in der Gesamtfahrzeugentwicklung. Zudem verfügen wir über eine breite technologische Expertise. In Kombination mit unserem Projektmanagement und der Matrixstruktur, versetzt uns das in die Lage, mehrere Großprojekte vom Konzept bis zur Serie gleichzeitig zu entwickeln. So profitieren wir von der Strategie der OEMs, die zunehmend die Entwicklung ganzer Fahrzeugpakete vergeben.

    Matrixstruktur

    Matrixstruktur gleich Kundenmehrwert

    Wie PSW mit der Matrixstruktur seinen Kunden maximalen Mehrwert bietet.

    In Zukunft ist nicht nur die Fähigkeit gefragt, mehrere Großprojekte parallel zu entwickeln. Es braucht auch Kompetenzen in neuen Technologien.

    Andreas Fidorra: Absolut. Und schon heute verfügt PSW über wichtige Kompetenzen in Zukunftstechnologien, wie zum Beispiel dem prototypenfreien Entwickeln. Aber wir arbeiten weiter aktiv an unserer Zukunft. PSW setzt dabei ganz klar auf die Integration von Mobilitätstechnologien. In den vergangenen Monaten haben die Fachbereiche individuelle Abteilungsstrategien erarbeitet, die im Einklang mit der Unternehmensstrategie sind. Besonders wichtig war uns dabei, die zukünftig relevanten Technologiefelder anzugehen und konkrete Maßnahmen abzuleiten.

    Können Sie ein konkretes Beispiel geben?

    Andreas Fidorra: Gerne. Zum Beispiel in der Exterieur- und Interieurentwicklung wird zunehmend die Modularität und User Experience in den Fokus rücken. Insbesondere bei Sharing-Konzepten müssen Fahrzeuge modular gestaltet sein, um sie schnell und einfach warten zu können. Gleichzeitig wird der Fahrzeuginnenraum der Zukunft auf den jeweiligen Use-Case anpassbar sein, um den Insassen durch ein perfektes Zusammenspiel von Licht, Sound und Klimatisierung eine individuelle Wohlfühlatmosphäre zu kreieren. Das stellt natürlich neue Anforderungen an uns als Engineering-Partner.

    Außerdem werden wir unsere Rolle als Generalentwickler weiter stärken, indem wir unsere Kompetenzen in Elektrik/Elektronik, Gesamtfahrzeug-, und Assistenzsystementwicklung ausbauen. Der technologische Fokus liegt auf der Entwicklung von Level 4-Assistenzsystemen und deren automatisiertes Testen an x-in-the-Loop-Prüfständen. Mit unserer Strategie stellen wir sicher, dass wir schon heute die Kompetenzen aufbauen, welche wir in Zukunft benötigen. Zudem sind alle Themen so aufeinander abgestimmt, dass sie ein in sich stimmiges Gesamtbild abgeben. Als schlagkräftiges Team sind wir so bestens für die Anforderungen der Mobilität der Zukunft aufgestellt.


    Geschäftsführer-Interview

    Fahrerlebnisraum

    Wir besitzen die Kompetenz, das Fahrerlebnis im Innenraum mitzugestalten. Mit steigendem Autonomiegrad werden sich die Anforderungen an ihn stetig ändern und weiterentwickeln. Daher ist es unser Ziel, unser bereits sehr breites Leistungsspektrum im Fahrzeuginnenraum weiter auszubauen.

    Der Wandel bringt auch hohe Investitionen mit sich. Wie schafft es das Unternehmen, dass es angesichts angespannter finanzieller Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig bleibt?

    Claus Burghausen: OEMs müssen hohe Investitionen vornehmen, um neue Technologien zu entwickeln und sie auf die Straße zu bringen. Dieser Kostendruck wirkt natürlich auch auf uns als Engineering-Partner. Deswegen ist es essenziell, dass wir unsere Kosten im Griff behalten. Dass gelingt uns einerseits durch das Heben von internen Synergien, andererseits müssen wir unsere Prozesse schlank halten und effizient sein. Dafür haben wir ein Effizienzprogramm aufgesetzt, durch das wir vergangenes Jahr schon viele Einsparungen erzielt haben und das wir auch weiter vorantreiben werden.

    Durch den technologischen Wandel verändern sich auch die Kompetenzanforderungen an jeden Einzelnen. Wie befähigt PSW die Mitarbeiter, den Weg in die Mobilität der Zukunft zu gehen?

    Claus Burghausen: Der Wandel in der Automobilindustrie stellt uns vor große Herausforderungen. Ich bin überzeugt, dass uns der Wandel gelingt, wenn wir uns auf die Transformation einlassen und sie motiviert mitgestalten. Dafür brauchen wir Engagement und Offenheit für Neues. Deswegen erarbeiten wir gerade ein Konzept, mit dem wir unseren Mitarbeitern die Chance eröffnen möchten, sich weiterzuentwickeln und an spannenden Zukunftsthemen wie alternative Antriebe oder Fahrzeugsicherheit mitzuwirken. Durch maßgeschneiderte Fortbildungs- und Qualifizierungsformate für die wir ein entsprechendes Budget schon zurückgestellt haben, wollen wir mit dem Wandel nicht nur Schritt halten, sondern ihn auch mitgestalten.

    Durch maßgeschneiderte Fortbildungs- und Qualifizierungsformate für die wir ein entsprechendes Budget schon zurückgestellt haben, wollen wir mit dem Wandel nicht nur Schritt halten, sondern ihn auch mitgestalten.

    Claus Burghausen Geschäftsführung Finanz/Compliance/Integrität/Personal
    Nächestes Kapitel

    Verwirklichung: das Wesen von PSW

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