Junge Vordenker

Abschlussarbeiten bei PSW

Bei PSW können Studenten Abschlussarbeiten in unterschiedlichen Fachbereichen schreiben. Zudem ist es auch möglich, bei PSW berufsbegleitend zu studieren. Ein paar der Abschlussarbeiten möchten wir vorstellen.

Masterarbeit in Optimierung und Integration von Beschleunigungssensoren

Im Rahmen der Fahrzeugentwicklung nimmt vor allem die Fahrzeugsicherheit einen hohen Stellenwert ein. Sollte es zu einem unvermeidbaren Crash kommen, dann müssen die Rückhaltesysteme (Gurt und Airbag) in einer zeitlich abgestimmten Reihenfolge aktiviert werden, um die Insassen bestmöglich zu schützen. Das Auslösesignal dieser Systeme wird durch Druck- und Beschleunigungssensoren erfasst. Wenn die Sensorsignale einen gewissen Schwellenwert überschreiten, dann müssen die Rückhaltesysteme in einer bestimmten Zeit auslösen. Je besser die Sensoren ins Fahrzeug integriert sind, desto präziser ist das Auslösesignal und desto größer ist der Schutz für die Insassen.
Diagramm mit Beschleunigungswerten
Links die Beschleunigungswerte mit den Standard-Integrationskonzepten und rechts mit den alternativen Positionen von Johannes.
Bild von Beschleunigungssensoren
Darstellung zweier Beschleunigungssensoren

„In meiner Arbeit habe ich anhand von verschiedenen Fahrzeugen untersucht, wie die Sensoren bestmöglich in die Front integriert werden können, um eine hohe Güte der Auslösesignale zu erzielen“, erklärt Johannes Kornprobst, der seine Masterarbeit bei PSW im Verbund mit der Technischen Hochschule Ingolstadt geschrieben hat. In seiner Arbeit hat er verschiedene Integrationskonzepte untersucht und miteinander verglichen. Anhand von CAE-Simulationsmodellen ist Johannes zum Beispiel folgenden Fragen nachgegangen: Lässt sich das Beschleunigungssignal verbessern, wenn die Sensoren in einer exponierten Lage platziert oder die Sensoren zentral und direkt auf einem Lastpfad integriert werden?

Im Ergebnis hat Johannes festgestellt, dass bei zukünftigen vergleichbaren Fahrzeugprojekten eine exponiertere Lage der Sensoren als bisher zu empfehlen ist. Damit kann die Sensierung der Beschleunigungen weiter verbessert und eine Auslösung von Rückhaltesystemen trotz der veränderten Positionierung im geforderten Zeitbereich realisiert werden.

Bachelorarbeit in User Experience Design

Jeder von uns wird älter. Die Relevanz der eigenen Mobilität nimmt damit aber nicht ab. Was aber, wenn man im ländlichen Raum lebt, wo die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ausbaufähig ist und man kein eigenes Auto besitzt?

Eine Lösung für dieses Problem hat die Studentin der Technischen Hochschule Ingolstadt Kerstin Niefnecker in ihrer Bachelor-Arbeit entwickelt: „Ausgehend von der Problemstellung, dass Senioren in ländlichen Bereichen in ihrer Mobilität meist eingeschränkt sind, habe ich in meiner Analyse festgestellt, dass ältere Menschen offen gegenüber einer Mitfahrt im Auto sind“, sagt die Studentin.

Tablet-Oberfläche von mobi
Die Tablet-Oberfläche von "mobi"
Wireframes von mobi
Darstellung von Wireframes

Die Lösung? Die App namens „mobi“. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform, bei der Erwachsene Fahrten anbieten und Senioren entsprechende Angebote annehmen können. Die User Interfaces für Erwachsene und Senioren sind dabei zielgruppenspezifisch konzipiert. „Dreh- und Angelpunkt meiner Arbeit war ein iterativer Designprozess, der sich voll und ganz auf die Nutzer und ihre Bedürfnisse konzentriert hat“, sagt Kerstin. Sie hat für die beiden Zielgruppen unterschiedliche Wireframes konzipiert, also visuelle Prototypen. Bei Senioren lag der Fokus auf klarer Darstellung und einfache Handhabung. Sie können auch Angaben machen, ob sie z.B Hilfe beim Einsteigen brauchen. Speziell für Senioren wurde die App auch fürs Tablet optimiert.

Die Arbeit von Kerstin hat auch außerhalb von PSW und der THI für Aufsehen gesorgt. Mit „mobi“ hat sie bei der German UPA UX Challenge den zweiten Platz erreicht. Ihr Bewerbungsvideo ist hier einsehbar: German UPA

Masterarbeit in Digital Leadership

Die Digitalisierung hält immer mehr Einzug in unser Arbeitsleben. Mitarbeiter befinden sich zunehmend im Homeoffice, arbeiten dezentraler und die Zusammenarbeit findet immer mehr im digitalen Raum statt. Wie sich die Führung von Mitarbeitern im Rahmen der Digitalisierung weiterentwickeln muss, hat Florian Hierl in seiner Masterarbeit untersucht. „Der gewohnte Arbeitsalltag befindet sich aufgrund der Digitalisierung in einem massiven Umbruch. In Zeiten dezentraler Arbeitsprozesse ist es notwendig, festgefahrene Strukturen aufzubrechen und neue Führungsmodelle und Führungsrollen in den Unternehmenskulturen zu verankern“, sagt Florian, der seine Arbeit berufsbegleitend an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg geschrieben hat.

Florian hat eine Umfrage mit 70 Führungskräften von PSW durchgeführt, um die Ausgangssituation zu analysieren und entsprechende Ableitungen zu treffen. In seiner Arbeit kam er zu dem Ergebnis, dass bekannte Führungswerte nach wie vor gelten, aber folgende Faktoren stärker in den Fokus rücken: Vision, Leidenschaft, Disziplin und Vertrauen. Führungskräfte müssen den Blick nach vorne richten, Sinn stiften und ihre Mitarbeiter für Veränderungsprozesse begeistern. Dazu ist es notwendig, dass sie selbst den Mut haben, sich auf Neues einzulassen. Zudem ist Wertschätzung im Digital Leadership als höchstes Gut zu verstehen. Die Ergebnisse seiner Arbeit fasst er mit folgender Formel zusammen:

Vision x Offenheit x Vertrauen x Durchhaltevermögen =
Digital Leader


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